Der Elektrotacker – unentbehrlich bei der Wärmedämmung

Waermedaemmung-mit-Elektrotacker

Fakt ist: Wer sein Haus sinnvoll und fachgerecht dämmt, kann eine Menge an Heizkosten sparen. Dabei stellt sich für den Hand- und Heimwerker die Frage: Was sollte am besten gedämmt werden? Und wie und womit sollte gedämmt werden? Und vor allem welche Werkzeuge und Werkstoffe sind dafür nötig? Unentbehrlich ist mit Sicherheit der überaus vielseitige Elektrotacker, der zu Ihrem ständigen und unentbehrlichen Begleiter wird, wenn Sie mit der Wärmedämmung erst einmal begonnen haben. Warum? Weil Sie mit ihm im Handumdrehen das Dämm-Material befestigen können.

Worauf es bei der Wärmedämmung ankommt

Auch wenn die Wärmedämmung mittlerweile zum Standardprogramm auf der Baustelle gehört – die berühmte Lösung von der Stange gibt es nicht. Denn jedes Gebäude und jeder Anwendungsfall ist anders, und erfordert deshalb andere Materialien und eine andere Vorgehensweise.

Deshalb sollte eine gründliche Analyse Ihres Gebäudes am Anfang Ihrer Bemühungen stehen. Dabei gilt es den IST-Zustand des Gebäudes zu erfassen und daraus abzuleiten, welche Materialien und welche Dämmart die sinnvollste für Ihr Gebäude ist. Beispielsweise stellen Sie bei dieser Analyse fest, dass es sinnvoller ist, wenn Sie mit Steinwolle statt mit Gipsfaserplatten arbeiten. Oder möglicherweise ist eine Kombination von beiden die beste Vorgehensweise. Egal für welche Variante Sie sich am Ende entscheiden, Sie werden in jedem Fall immer einen Elektrotacker benötigen.

Warum ist der Elektrotacker bei der Wärmedämmung sinnvoll?

Wenn Sie das Dach ausbauen und dämmen wollen, können Sie natürlich auch mit einem ganz gewöhnlichen Handtacker arbeiten, aber mit ihm werden Sie schnell an Ihre Grenzen kommen. Denn Sie arbeiten nur mit Muskelkraft, daher werden Sie unterschiedlich viel Kraft aufwenden und deshalb auch unterschiedliche Ergebnisse erhalten.

Variieren Sie die Schlagkraft je nach Material

Mit dem Elektrotacker hingegen arbeiten Sie immer mit derselben Kraft – und das über Stunden hinweg. Denn über eine unter Strom stehende Spule wird eine elektrische Kraft aufgebaut, die einen Kolben bewegt, der wiederum auf einen Schlagstift drückt. Und dieser Stift katapultiert die Heftklammer sauber in die gewünschte Oberfläche. So jagen Sie jede Klammer mit derselben Kraft in das Material. Bei einem guten Elektrotacker können Sie die Schlagstärke variieren und sich so dem Material anpassen. Damit vermeiden, dass Sie die Klammern mit zu viel Kraft tackern und möglicherweise das Material beschädigen.

Deshalb erhalten Sie mit dem Elektrotacker kontinuierlich gleiche Ergebnisse, außerdem arbeiten Sie wesentlich ermüdungsfreier. Zudem können Sie ganz unterschiedliche dicke Materialien tackern.

Alles, was Sie brauchen ist eine Stromquelle, ohne die der Elektrotacker nicht funktioniert. Alternativ wäre natürlich auch ein Elektrotacker mit Akku sinnvoll, damit Sie unabhängiger von einer Stromquelle sind.

Das sind die typischen Dämm-Materialien bei der Wärmedämmung

Ein sehr weit verbreiter Dämmstoff ist die Steinwolle, manchmal auch Mineralwolle genannt. Typischerweise wird die Steinwolle beim Dachausbau zwischen die Sparren gelegt. Raumseitig wird dann eine Dampfbremsfolie angebracht, die an den Sparren fixiert wird. Optimales Gerät für die schnelle Fixierung ist natürlich der Elektrotacker. Hier sollten Sie darauf achten, dass Sie die Schlagkraft regulieren, damit die Klammern das weiche Material nicht durchschlagen, sondern sicher befestigen.

Was bei dieser Arbeit ganz wichtig ist: Dass Sie die Bahnen winddicht verkleben, um ein gutes Dämmergebnis zu erhalten. Deshalb sollten Sie ruhig großzügig mit dem Elektrotacker arbeiten und die Steinwolle flächendeckend sauber fixieren. Was oft übersehen wird, aber enorm wichtig ist: Dass Sie einen optimalen, luftdichten Übergang von der Dachfläche zum Giebel herstellen. Mit dem richtigen Dichtkleber und einer ruhigen Hand ist das ein Kinderspiel. Nicht vergessen: Wenn Sie den Kleber angebracht haben, drücken Sie später beim Tackern die Folie kräftig in den Dichtkleber hinein.

So kriegen Sie eine hochwertige Wärmedämmung mit Gipsfaserplatten hin

Sehr beliebt sind Gipsfaserplatten – manchmal auch Gipskartonplatten genannt -, wenn es um den Innenausbau geht. Meist kommen diese beiden Anwendungsfälle vor:

  1. Eine Leichtbauwand trennt einen Raum. Als Wärmedämmung werden Gipsfaserplatten verwendet.
  2. Ein Dachgeschoß wird ausgebaut. Dabei werden die Gipsfaserplatten auf die Dachsparren getackert.

Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Sie schneiden die Gipsfaserplatten auf das gewünschte Maß, legen Sie am Dachsparren oder an der Trennwand an und jagen etwa 10 mm vom Rand entfernt die Klammernägel mit dem Elektrotacker in das Material. So vermeiden Sie, dass die Kanten ausbrechen. Zwischen den Klammernägeln sollten Sie etwa einen Abstand von 20 mm halten. So können Sie innerhalb kürzester Zeit eine Gipsfaserplatte montieren und benötigen dazu als Elektrowerkzeug nur einen Elektrotacker.

Warum Sie mit dem Elektrotacker immer schlagfertig bleiben

Handwerker lieben den Elektrotacker, haben Sie doch beim Arbeiten im Gegensatz zum Hämmern immer eine zweite Hand frei. Weil die Klammern sich im Tacker befinden und nicht mit zwei Fingern fixiert werden müssen. Deshalb werden Sie beim Arbeiten mit dem Elektrotacker nie mehr blaue Daumen haben. Sie arbeiten ermüdungsfrei und doch haben Sie mit jedem Schuss dieselbe Eindringtiefe, somit sind Ihre Arbeitsergebnisse über den Tag verteilt viel gleichmäßiger.

Fazit: Bei der Wärmedämmung beim Dachausbau oder beim Anbringen von Gipsfaserplatten ist der Elektrotacker das wichtigste Werkzeug zum schnellen Anbringen der Dämm-Materialien. Achten Sie deshalb auf eine gute Qualität beim Kauf eines Elektrotackers.

2 Kommentare zu “Der Elektrotacker – unentbehrlich bei der Wärmedämmung

  1. Moin Moin,

    Habe gerade eine Komplettrenovierung hinter mir und aus Erfahrung sprechen, dass ich dankbar für meinen Elektrotacker bin. Anfangs hatte ich einen Akkutacker und war mir sicher, dass die Mobilität (Kein Kabel) ein deutlicher Pluspunkt gegenüber einem kabelführenden Elektrotacker wäre.

    ABER weit gefehlt. Die Dachbalken waren so hart, dass der Akkutacker oft Probleme hatte die nötige Kraft aufzubringen, um die Klammern tief genug zu setzen. Der Akkutacker hat bei mir schnell das zeitlich gesegnet, für den Hobby Bereich mag er durchaus Sinnvoll sein, aber nicht auf einer richtigen Baustelle

    1. für solche Arbeiten braucht man einen kräftigen guten Tacker, deshalb nehmen bzw. nahmen Profis hierfür immer Hammertacker oder Presslufttacker, bis es vernünftige Elektrotacker gab, die einzige Möglichkeit. Die einfachen Handtacker bringens meist nicht, billige Elektrotacker egal Akku oder Kabel auch nicht..es muß schon Profiqualität für solche Arbeiten sein…

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