Die Elektrofeile kommt in jede noch so kleine Ecke

elektrofeile

Unter den Elektrowerkzeugen spielt die Elektrofeile zwar nicht die erste Geige, aber sie ist trotzdem aus vielen Werkstätten und Handwerksbetrieben nicht mehr wegzudenken. Denn da wo andere Elektrowerkzeuge aufgrund ihrer Größe und Bauform ausscheiden, weil man mit ihnen an schwer zugängliche oder enge Stellen gar nicht rankommt, da läuft die Elektrofeile mit ihrer schlanken Bauform zu wahrer Höchstform auf. Und wo es um filigranes Schleifen, Feilen und Zerspanen, um präzises Arbeiten in kleinsten Winkeln oder um gefühlvolles Arbeiten im Kunstbereich geht, entwickelt sie ihre ganz besondere individuelle Stärke.

Wenn es eng zugeht und trotzdem Präzision gefragt ist

Die Elektrofeile ist nicht dafür gemacht, große Mengen an Material auf großen Flächen abzutragen. Dafür sind andere Elektrogeräte wie etwa der Schwingschleifer besser geeignet. Die Elektrofeile ist stattdessen die Maschine für die feinen gefühlvollen Arbeiten. Wer deshalb an engen Stellen präzise arbeiten will, braucht ein handliches, leichtes und kompaktes Gerät mit einem schmalen Griffumfang, damit er gut zupacken kann und die Elektrofeile fest und sicher in der Hand liegt.

Denn nur wenn Sie die Elektrofeile fest im Griff haben, können Sie präzise und vor allem ermüdungsfrei arbeiten, und sehr gute Arbeitsergebnisse erzielen. Denn bei präzisen Arbeiten geht es weniger darum viel Material abzutragen, sondern eher darum die Oberfläche zu verbessern, zu polieren oder zu glätten. Und Handwerker wissen es schon lange: Werkzeuge müssen gut in der Hand liegen, sie müssen sich gut anfühlen, damit zugleich Kontrolle und Freiheit in der Bearbeitung möglich ist.

Wo wird die Elektrofeile typischerweise eingesetzt

Die Elektrofeile ist ideal zum Schleifen, Zerspanen, Abschleifen, Polieren und Entrosten ganz unterschiedlicher Materialien wie Metall, Holz oder Kunststoff geeignet. Ganz typische Schleifarbeiten sind …

  • das Schleifen von Rasenmähermessern.
  • das schnelle Schleifen von winkligen Geländern.
  • das Schleifen von verwinkelten Oberflächen.
  • das schnelle Entfernen von Schweißnähten.
  • das Säubern von Kanten, Ausschnitten oder Zwischenräumen.
  • das Polieren von verwinkelten Edelstahloberflächen.
  • das Werkstück wird in einen Schraubstock eingespannt und geschliffen.
  • das elegante Planschleifen von ebenen Flächen.
  • das mühelose Entfernen von Lackresten.
  • das Brechen von Kanten.
  • ganz einfach scharfe Kanten und Ecken entfernen.

Für solche Arbeiten ist die Elektrofeile geradezu prädestiniert.  Wie viel Material abgetragen wird, lässt sich einerseits mit der Körnung des Schleifbandes bestimmen. Nutzen Sie eine grobe Körnung, ist Schruppen angesagt und Sie entfernen größere Mengen an Material. Nutzen Sie dagegen eine feine Körnung, schlichten Sie und nehmen nur geringe Mengen an Material ab.

Andererseits kann durch die elektronische Regelung des Antriebsmotors die Bandlaufgeschwindigkeit optimal an das zu bearbeitende Material angepasst werden. Noch eleganter ist es, wenn Ihre Elektrofeile über eine einstellbare Drehzahlvorwahl verfügt. Dann wählen Sie eine gewünschte Drehzahl vor, und die Elektronik passt dann die tatsächliche Geschwindigkeit dem zu bearbeitenden Werkstoff an.

Der Anwender kann selbst das Schleifband ganz leicht wechseln. Es ist zwischen zwei Rollen eingespannt, die Arretierung muss nur gelöst werden und schön lässt sich das Schleifband tauschen. Bei vielen Elektrofeilen ist dies ohne Werkzeug sehr schnell und komplikationslos machbar.  Wie Sie das von Exzenterschleifern kennen, gibt es auch für die Elektrofeile Schleifbänder in unterschiedlichen Körnungen und Breiten.

Worauf Sie bei einer guten Elektrofeile achten sollten

Werkzeug ist nicht gleich Werkzeug. Dieser Spruch gilt auch für Ihre Elektrofeile. Worauf sollten Sie denn ganz besonders achten, um möglichst effizient mit der Elektrofeile zu arbeiten?

  1. Das Schleifpapier sollte sich werkzeugfrei wechseln lassen. Das erleichtert Ihnen die Arbeit und vermeidet Zeitverlust, falls gerade nicht das passende Werkzeug greifbar ist.
  2. Der Arbeitswinkel des Schleifarms sollte leicht, schnell und ohne Werkzeug verstellbar sein, damit Sie bequemer in verwinkelte und schwer zugängliche Ecken gelangen.
  3. Der Griff der Elektrofeile sollte schmal und ergonomisch sein, damit die Feile gut in der Hand liegt und Sie präzise arbeiten können.
  4. Halten Sie ein oder zwei zusätzliche Schleifarme in Reserve. Beispielsweise den Schleifarm für Flächen, damit Sie plane Flächen herstellen können. Oder den Schleifarm für Ecken, damit Sie in jede noch so kleine Ecke vordringen können.
  5. Sollten Sie häufig mit der Elektrofeile arbeiten empfiehlt sich eine Staubabsaugung zu besorgen, damit Sie keinen Schleifstaub einatmen. Was auf jeden Fall sinnvoll ist: Das Tragen einer Feinstaubmaske sowie einer Bügelbrille, damit kein Schleifstaub und keine anderen Partikel in Ihre Augen gelangen.

Die Elektrofeile – kleines Kraftwerk mit technischen Highlights

Moderne Elektrofeilen verfügen über eine ausgereifte Drehzahlelektronik, damit der Anwender die Bandgeschwindigkeit optimal an das Material anpassen kann. Alternativ kann die Elektronik über eine vordefinierte Drehzahlvorwahl die passende Bandgeschwindigkeit ermitteln und sich so optimal an das zu bearbeitende Material anpassen. Der Anwender kann somit die Band-geschwindigkeit  in einem weiten Bereich zwischen 2 bis 12 m/s einstellen und ganz unterschiedliche Materialien bearbeiten. Je nach Ausstattung der Elektrofeile bewegen sich die Leistungsaufnahmen typischer Elektrofeilen zwischen 500 bis 900 Watt. Typische Hersteller sind hierbei Bosch, Makita oder Metabo.

Fassen wir noch einmal zusammen: Wenn Sie viel mit verwinkelten Bauteilen arbeiten, es oft eng zugeht und Sie präzise und feinfühlig Materialien bearbeiten möchten, sollten Sie sich eine Elektrofeile gönnen, damit Sie filigran wie ein Kunstschaffender arbeiten können.

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