Ketten- und Motorsägen: Wissenswertes über Antrieb, Größe und Ketten

Ketten- und Motorsägen: In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie über Kettensägen wissen müssen!

 

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Die Verwendungszwecke von Ketten- und Motorsägen sind vielseitig. Klassischerweise kommt die Kettensäge in der Forstwirtschaft zum Einsatz. Doch auch im Möbelbau, beim Dachdecken und im Kunsthandwerk sind Kettensägen alltägliche Werkzeuge. Wer trotz handwerklicher Erfahrung noch nie mit einer Motorsäge gearbeitet hat, erfährt hier alles, was er beim Kauf beachten sollte.

 

Verschiedene Arten von Kettensägen

 

Die verschiedenen Arten der Kettensägen lassen sich am sinnvollsten anhand des beabsichtigten Einsatzzwecks unterscheiden. Er ist entscheidend für die Wahl des Antriebs, der Länge des Schwertes und der Kette. Wie bei Handsägen reicht die Auswahl auch bei Kettensägen von feinen Werkzeugen für präzise Arbeiten bis zu großen Modellen, die sich vor allem durch einen hohen, aber groben Arbeitsfortschritt auszeichnen. Folgende Unterteilung ist sinnvoll:

 – Zum Trennen dicker Hölzer wie Baumstämmen und Ästen: Hierfür empfehlen sich schwere Kettensägen mit einem besonders leistungsstarken Antrieb und einer groben Kette. 

– Zum präzisen Zuschneiden von Holz, zum Beispiel beim Möbelbau: Hierfür sollten kleine Motorsägen mit hoher Drehzahl verwendet werden. Wichtig ist vor allem eine fein verzahnte Kette.

 Weitere wichtige Aspekte beim Kauf einer Kettensäge sind die Reichweite, die letztlich die Mobilität des Werkzeugs bestimmt, und die Länge und Form des Schwertes.

 

Der Antrieb der Kettensäge

 

Ketten- und Motorsägen gibt es mit verschiedenen Antrieben. Während früher praktisch jedes Modell durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wurde, bieten viele Hersteller heute gute Alternativen mit elektrischen Antrieben. Dabei wird zwischen kabelgebundenen Elektro-Kettensägen und Akku-Kettensägen unterschieden. Wie unterscheidet sich die Leistung der drei Antriebsarten?

 

Man könnte annehmen, dass Elektro-Kettensägen weniger Leistung bringen als Modelle mit Verbrennungsmotor. Tatsächlich haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren relativiert und es gibt einige elektrische Sägen, die an die Leistung von Motorsägen herankommen. Dies zeigt sich auch bei der Auszeichnung der Leistung durch die Hersteller: Seit 2010 muss die Leistung von Kettensägen in kW angegeben werden. Leistungsangaben in PS sind nicht mehr zulässig. Die gleichen Leistungsangaben findet man auf Akku-Kettensägen und kann die Stärke der Antriebe somit gut vergleichen.

 

Wie viel Leistung benötigt man für übliche Arbeiten? 

Für die meisten Arbeiten in den Bereichen Haus, Hof und Garten reichen Kettensägen mit einer Leistung von 2,5 kW vollkommen aus. Mehr Power benötigt man lediglich zum Fällen von Bäumen, also in der Forstwirtschaft. Wer wert auf einen schnellen Arbeitsfortschritt legt, kommt um Benzin-Kettensägen nicht umher: Sie erreichen eine Leistung von bis zu 6 kW und trennen auch dicke Baumstämme schnell und mühelos. Die meisten Elektro-Kettensägen haben hierbei deutliche Mühe. Hinzu kommt der Nachteil der geringen Mobilität: Ohne Steckdose funktionieren die elektrischen Sägen nicht.

 

Und Akku-Kettensägen? 

Um den elektrischen Antrieb auch mobil nutzen zu können, gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Akku-Motorsägen. Der Gebrauch einer Batterie ändert nichts an der Leistung. Akku-Sägen sind kabelgebundenen Kettensägen ebenbürtig. Der große Nachteil liegt in der Reichweite: Trotz der modernen Lithium-Ionen-Batterien ist die Akkulaufzeit eher gering, da die Sägen einen erheblichen Energiebedarf haben. Ein Zweitakku ist also immer anzuraten. Auch wenn die Leistungsangaben einer Akku-Säge etwas anderes verraten: Durch die schwachen Batterien eignen sich diese Sägen nicht für den dauerhaften Einsatz, sondern sind eher etwas für gelegentliche Arbeiten im Garten – auch wenn sie kurzfristig durchaus schwere Sägearbeiten leisten können.

 

Welche Vorteile haben elektrische Kettensägen gegenüber Benzin-Motorsägen? 

Sowohl kabelgebundene als auch Akku-Kettensägen haben gegenüber Modellen mit Verbrennungsmotor einige wichtige Vorteile. So sind sie deutlich leiser und können auch in einer empfindlichen Nachbarschaft verwendet werden. Zudem benötigt man beim Gebrauch nicht zwingend einen Gehörschutz. Hinzu kommen die hohen Kosten für den Kraftstoffverbrauch und die Umweltbelastung, die nicht nur Auswirkungen auf die Umgebung haben. Denn bei der Arbeit mit Benzin-Kettensägen ist man den giftigen Abgasen der 2-Takt-Motoren unnittelbar ausgesetzt. Beim Einsatz billiger Kraftstoffe führt dies mitunter zu Benommenheit, was im Umgang mit Kettensägen schlimme Folgen haben kann.

 

Die Länge der Kette und ihre Zähne: Vollmeißel oder Halbmeißel?

 

Neben der Motorisierung ist die Kette für den Arbeitsfortschritt entscheidend. Man unterscheidet zwischen Halb- und Vollmeißeln: Halbmeißel sind leicht abgerundet und schaffen glatte und präzise Schnittkanten, während Vollmeißel vor allem auf einen schnellen Arbeitsfortschritt ausgelegt sind. Sie sind besonders scharf und spitz, haben eine kürzere Standzeit, arbeiten sich dafür aber besonders schnell durch das Holz. Wer mit der Kettensäge also dicke Hölzer und Baumstämme trennen möchte, der ist mit einer Vollmeißel-Kette am besten beraten. Für präzise Schnitte beim Möbelbau und im Kunsthandwerk sind Halbmeißel die richtige Wahl. Ein entscheidendes Kriterium für den Kauf einer Kettensäge ist die Kette jedoch nicht, da sie jederzeit ausgetauscht werden kann. So lässt sich die Säge optimal an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen.

2 thoughts on “Ketten- und Motorsägen: Wissenswertes über Antrieb, Größe und Ketten

  1. Habe eine 2,5 kW Kettensäge mit elektrischem Antrieb und sie reicht vollkommen aus für den Einsatz zu Hause. Kann mich in keinster Weise beklagen. Eine mit Akku würde ich mir aber nicht holen.

  2. Ob eine Kettensäge mit Akku geeignet ist, hängt von der persönlichen Anforderung ab. Akku-Kettensägen der 36 Volt-Klasse haben schon einiges an Power. Hat der Akku dann noch genügend Kapazität, kann man sehr gut arbeiten. Aber klar, der Dauereinsatz im Wald ist nicht ihr Schwerpunkt.

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