Testbericht zur Kärcher Kehrmaschine S650

Produkttester Lutz konnte die Kehrmaschine S 650 von Kärcher ausgiebig testen.

Sein Urteil und Testergebnis könnt Ihr bei uns lesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Projekt: Kärcher S 650

Projektdauer: ca. 6

Alter: 41

Geschlecht:

  • männlich

Interessen:

  • Heimwerken
  • Garten
  • Multimedia
  • Sonstiges

svh24.de-Kunde:

  • nein

Mein Testbericht:

55cm x 64cm x 23cm – so groß war auch das letzte LEGO-Paket für die Kinder – und da soll eine KEHRMASCHINE drin sein? Ich konnte es nicht glauben, aber tatsächlich: richtig gutes Packmaß, die Kärcher S 650 kann man auch mit einem Kleinstwagen einkaufen gehen…

Inhalt: Den Karton gleich mal geöffnet und die überschaubare Menge an Teilen herausgeholt. Sogar 2 identische Anleitungen dabei – ob Zufall oder Absicht sei dahingestellt. Sinnig allemal, da kann man eine abheften und die andere kommt in den „Schmutzbereich“ um ggf. mal was nachzublättern (war zumindest mein erster Gedanke). Und da ja verschiedene Personen mit diesem Gerät arbeiten sollen, wird sicher auch mal einer wieder eine verschlampern…

Die Anleitung ist sehr kurz – verfasst in 27 Sprachen, da dürfte für jeden was dabei sein ;-). Der Aufbau ist auf einer Seite durch Bilder erläutert (für ganz eilige ist dies auch auf der Verpackung aufgedruckt), eine halbe Seite Bedienung und die verbleibende halbe Seite für das Lagern/Entleeren – alles Bilder bis jetzt. Eine Seite weiter geblättert: das ist die schriftliche Anleitung, also Einsatzbereich, Gefahren (Finger klemmen/quetschen), Wartung (Gerät ist wartungsfrei – da bin ich ja mal gespannt), Garantie und Ersatzteilhinweis – fertig. In 3 Minuten gelesen… und eigentlich alles selbsterklärend und logisch…
Auf der letzten Seite noch eine Ersatzteilübersicht, also da ist wirklich jedes Schräubchen aufgeführt. Die Anleitung kann man sich übrigens auch online runterladen (im worst case siehe oben). Spaßeshalber mal nach ein paar Teilen im Internet recherchiert und überlegt, was könnte anfällig sein? Seitenbesen? Kehrwalze? Bodenlippe? Während Seitenbesen oder Kehrwalze um die 20 Euro kosten bei Kärcher-Ersatzteilshop, kostet die Bodenlippe unter 2 Euro, wobei jeweils Versand hinzukommt. Aber da mache ich mir mal keine weiteren Gedanken dazu, aus Erfahrung mit anderen Kärchergeräten weiß ich, das es sich um echte „Arbeitsgeräte“ handelt…

Aufbau: knapp über 10 Minuten benötigt, wobei ich die meiste Zeit gebraucht habe, um einen passenden Bit für den Schraubendreher zu holen. Es müssen beide Seitenbesen jeweils mit 3 Schrauben befestigt werden (wahlweise Schlitz oder Torxeinsatz – wobei hier ein Torx 10 benötigt wird, der in meinem üblichen Sortiment mit 6-7 Einsätzen nicht dabei ist, also darum ab in den Keller, den richtigen Bit holen). Hier schraubt man 2 Plastikelemente aneinander – hoffentlich ist das nicht ein eventueller Schwachpunkt? Anschliessend werden 2 Radmuttern gelöst um den ersten Teil der Schiebestange anzuschrauben (hier fallen auch die 3 Stellmöglichkeiten des Hebels bewusst auf) und anschliessend den 2 Schiebebügel aufschrauben (auch mit 2 Radmuttern). Hier kann man 2 Höhen wählen, habe mich aufgrund meiner Körpergröße (1,97 Meter) sinnigerweise für die größere entschieden. Und schon fertig das gute Stück. Sieht ja mal ganz schnittig aus, der gelbe Flitzer… was die Höhe des Schiebebügels angeht bin ich ja mal echt gespannt, ob mir das hoch genug ist… der Praxistest wird es zeigen…

Einsatz: Nun findet dieser Test ja Mitte November statt, also nicht gerade eine laubfreie Zeit, d.h. die Kehrmaschine wird gleich mal unter den ungünstigsten Bedingungen getestet… Flüssigkeiten kann man natürlich nicht aufkehren (steht auch in der Anleitung extra nochmals drin), aber feuchten Dreck, Laub – schafft die Maschine das? Ist danach die Fläche sauber? Und wie sehen die Walze und die Seitenbesen aus? Da das Gerät bei mir im Pivathaushalt angeliefert wurde, habe ich mich entschlossen erst einmal um die Nachbarschaft zu ziehen, bzw. zu schieben…

Ein kleiner Vorplatz vor dem Haus, herbstliches Laub am Wegrand – auf die Plätze fertig los. Erste Spur gezogen – das war zuviel Laub, nicht alles wurde aufgekehrt. Außerdem schon das erste Mal der Behälter voll, also ab zum leeren: Behälter entnommen mit dem Resultat, das sich das Laub „aufplustert“ und recht viel wieder auf den Boden fällt. Also öfter leeren… Leider werden für die Fläche 5 x ca. 14 Meter insgesamt 8 Leerungen benötigt, jede Stelle mußte mehrfach befahren werden. Aufgefallen: es wurde aber auch sehr viel Dreck wie Sand, Tannennadeln, Kleinmüll aufgekehrt, d.h. die Besen leisten ganze Arbeit. In die Ecken kommt der Kärcher verständlicherweise nicht, hier ist wieder gute Besenarbeit von Nöten.
Resultat „Aktion Laub“: durchgefallen, mit dem Besen wäre das viel schneller gegangen, so viele Leerungen sind im Alltag nicht zumutbar. Was Kehrricht angeht aber gutes Ergebnis, auch sind die Seitenbesen und die Bürste nicht nachzureinigen, da alles recht trocken war.

Aktion „Jugendfreizeitstätte“: Endlich am eigentlich Zielort angekommen. Zu kehren sind ein Vorplatz (mit Teilüberdachung), Fuß-Weg zu Blockhütten und ein Sportfeld. Auch heute wieder alles trocken. Vorplatz (nur leicht mit Laub, ansonsten „Kleindreck“) super zu bewältigen, insgesamt nur 1 Leerung notwendig. Der Weg zunächst linke Seite, anschliessend rechte Seite: anstandslos auch den ganzen Sand, der vom Rand einrieselt beseitigt. 1 Leerung für ca. 20 Meter Teilstück. Auch feuchte Blätter wurden anstandslos aufgekehrt – auch der Besen blieb weitgehend sauber.
Der Sportplatz ist sehr sandig, einmal durchziehen hilft da nicht, 2 -3 Durchgänge waren erforderlich – und auf dem Foto erkennt man auch, wie viel Sand aufgesammelt wird nach einer Spur von max. 10 Meter. Aber gerade bei dieser Fläche würde es mit dem Besen auch sehr müßig gehen, hier ist die klare Stärke der Kehrmaschine.

Ergebnis:

Positiv: Arbeitshöhe wider Erwarten ausreichend, mein Kreuz wurde von Schmerzen verschont. Das Entleeren des Sammelbehälters ist denkbar einfach und unkompliziert, ebenso das Rücksetzen in die Kehrmaschine. Die Seitenbesen fegen effektiv, ebenso die Bürste. Unglaublich auch, was an Sand und Staub aufgenommen wird. Das Gerät läßt sich sehr platzsparend unterbringen, einfach Schiebehebel umlegen und Gerät an die Wand lehnen – aufgeräumt. Eine Anleitung ist im Betrieb nicht erforderlich. Beim „trockenen“ Gebrauch ist das Reinigen der Bürste und Seitenbesen schnell erledigt bzw. sogar unnötig. Die Arbeitsbreite ist für den „Otto-Normalverbraucher“ ausreichend. Der Kraftauswand beim Schieben ist meines Erachtens eher gering. Und Spaß macht es mit einer Kehrmaschine definitv mehr, als den Besen zu schwingen… Bei großen Flächen ist es wesentlich einfacher und bequemer mit einer Kärcher zu kehren (Bsp. Sportfeld).

Negativ: Der Behälter ist viel zu klein, gerade bei Laub, Schnitzresten, also größeren Dreckstücken muss zu oft geleert werden, da ist die Handarbeit mit einem Besen und ggf. Nachkehren mit der Maschien effektiver. Oder auf ein leistungsstärkeres, größeres Gerät zurückgreifen.

Fazit:

Der Herbst überfordert die Kehrmaschine schon, aber für die wärmere Jahreszeit wird der Kärcher S 650 auf alle Fälle seinen Dienst tun. Sicherlich werden hin und wieder auch Jugendliche sich freuen, das Gerät zu benutzen. Und die großen Flächen der Jugendfreizeitstätte sind für eine Kehrmaschine super geeignet. Evtl. wird man sich irgendwann Gedanken machen, ggf. auf ein größeres Gerät aufzurüsten… Der Langzeittest im Alltag wird es zeigen!

2 thoughts on “Testbericht zur Kärcher Kehrmaschine S650

  1. Du hast den Text sehr amüsant geschrieben, macht echt Spaß ihn zu lesen.
    Ich finde solche privaten Tests immer besser als die Professionellen.
    Leider treffen deine Bedingungen für die Kehrmaschine nicht so ganz auf meine zu, von daher muss ich wohl weiter suchen. Trotzdem danke 🙂

  2. Kärcher Kehrmaschine S650
    Mein Problem:
    Wie wechsle ich den gerissenen Keilriemen aus ?
    Nirgendwo eine Anleitung dazu gefunden
    Vielleicht hat jemand eine Idee. Danke vorab

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