Logitech Harmony One: Zeit für ein Fazit.

Lohnt sich die Logitech Harmony One?
Hier geht’s zum Testbericht von unserem glücklichen Gewinner Hanni.

 

 

 
 

Projekt: Logitech Harmony One

Alter:

  • 24

Geschlecht:

  • männlich

Interessen:

  • Multimedia

Svh24.de Kunde:

  • nein

Mein Testbericht:
Nun sind schon einige Tage vergangen als die Logitech Harmony One von mir adoptiert wurde. Zeit sich einmal Gedanken zu machen, ob sich die Adoption gelohnt hat.

Verpackung

Die Verpackung war stabil, alle notwendige Teile (Ladestadion), Kabel, Software waren gut verstaut, sodass sie sicher transportiert werden konnte. Auch die beiliegende Anleitung überzeugte durch Verständlichkeit. Es wurden nicht zu viele Materialien verwendet, sodass auch der Umweltaspekt hier groß geschrieben wurde.

Installation / Inbetriebnahme

Doch bevor mit dem Ausprobieren der Fernbedienung begonnen werden konnte, musste die beigelegte Software installiert werde. Diese nennt sich Logitech Harmony Remote Software und dient dazu, die Fernbedienung zu konfigurieren. Positiv finde ich, dass die Software sowohl Windows, als auch Mac kompatibel ist. Da ich als Testobjekt ein Macbook (mit Lion) verwendet habe, musste ich zum Glück nicht noch zusätzlich eine separate Version herunterladen. Dies ist bei vielen anderen Elektronikartikeln, sodass ich hier froh war, dass ich sofort loslegen konnte. Ist die Software erst einmal gestartet, muss ein Benutzerkonto bei Logitech angelegt werden. Die Installation der einzelnen Geräte ging sehr einfach von statten.
Durch einen einfachen Klick auf „Gerät hinzufügen“ lassen sich bis zu 15 Komponenten programmieren. Diese Anzahl ist denke ich selbst für große Haushalte ausreichend. Ich installierte zuerst meinen Fernseher und war überrascht, wie schnell die Konfiguration abgeschlossen war. Da mein Fernseher eher ein weniger bekanntes Modell der Marke SES ist, war ich erstaunt, dass mein Fernseher später sofort auf die Fernbedienung reagierte. Als nächstes stellte ich meine Dreambox 7025+, die als PVR eingestellt wurde. Ebenso konnte ich meinen Bluray-Player (allerdings leider nur in der Kategorie DVD) einstellen. Es konnte leider keine extra BluRay Kategorie gefunden werden. Zudem programmierte ich mein Macbook, um auch hier eine Steuerung vornehmen zu können. Anschließend wurden die eingestellten Geräte mit der Fernbedienung konfiguriert. Ohne diese Software bzw. ohne Einstellen am PC funktioniert die Fernbedienung gar nicht. Dies ist einer meiner Kritikpunkte. Ich würde mir wünschen, dass man auch die Fernbedienung direkt am Gerät programmieren kann. Wahrscheinlich wird es schwierig sein, hier alle Codes zu speichern. Da allerdings die Speichermöglichkeiten immer kostengünstiger werden, wäre es ein leichtes hier wenigstens die gängigsten Codes in die Fernbedienung direkt zu speichern. Die Synchronisierung funktionierte recht schnell. Da dies nicht häufig geändert wird, wäre dies allerdings auch mit einer noch längeren Zeit hinnehmbar. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass beim Hinzufügen der Geräte ein Bild / ein Icon vom Gerät angezeigt wird. So konnte ich mir nicht sicher sein, ob wirklich alle Geräte richtig angenommen wurden. Beim BluRay Player musste ich später nochmal kurz mit dem im Gerät beigefügten Assistenten die korrekte Einstellung bestätigten, da hier wohl mehrere Codes in Frage gekommen sind.

Bedienung

Sofort wird man mit einem Assistenten begrüßt, der einen beim Anlegen sogenannter Activities hilft. Activities erlaubten verschiedene Gerätefunktionen zu kombinieren und Befehlssequenzen zu erstellen. Z. B. „Fernsehsehen“. Bei diesem programmierten Makro schalte sich der Fernseher (wenn er auf Standby steht) und meine Dreambox (Sat-Receiver) ein. Schön und gut, doch schon beim Abschalten verwirrt das Ganze, da man hier wieder auf Activities geht und der Fernseher sich abschaltet, obwohl man Receiver und Fernseher zusammen abschalten will. Von intuitiver Bedienung kann an dieser Stelle keine Rede sein. Vielleicht sollte ich hier noch einige Wochen länger probieren, bis sich das ganze eingespielt hat. Ich denke aber insbesondere an Menschen, die technisch weniger begabt sind. Diese werden hier erhebliche Schwierigkeiten haben.
Kommen wir zum größten Problem und zwar zur Bedienung der Dreambox 7025. Für die Bedienung dieses Receivers sind die Farbtasten von elementarer Bedeutung. Sie sind für programmierte Aufnahmen, für Time-Shift sehr häufig in Gebrauch. Natürlich tauchen diese Tasten auch verstreut im Display der Fernbedienung auf, doch hat man insbesondere beim SAT-Receiver ganze 3 Seiten Funktionstasten im Display. Bis man hier die richtige Taste findet, können Minuten vergehen. Besser wäre es, wenn die Fernbedienung wenigstens die Farbtasten hätte, da diese sehr häufig verwendet werden und ebenso wichtig sind wie Play, Spulen und Pause. Diese Tasten vermisse ich als physische Einheit.
Die Steuerung meines Macbooks funktioniert dagegen sehr tadellos. Es lässt sich die Lautstärke gut kontrollieren, Folien lassen sich umblättern und auch Musik lässt sich sehr gut regulieren. Doch werde ich vor allem im beruflichen Alltag eher auf meine kleine Macbook-Fernbedienung ausweichen, da diese weniger auffällig ist und insbesondere für Präsentationen sich hervorragend eignet. Allerdings bin ich beeindruckt, dass die Fernbedienung tatsächlich auch PCs, Macs unterstützt. Aber wenn man sich den Preis von 100-150 Euro ansieht, ist dies eigentlich schon gerechtfertigt.

Display

Mithilfe der Software lassen sich 3 verschiedene Themes für das Display anwählen. Das Standard-Menü ist in orange gehalten und lässt sich sehr gut erkennen. Insbesondere im Dunkeln zeigt das kontrastreiche Display sein wahres Können. Das klare Farbkonzept (Aktivitäten = Blau, Gerätmodus = orange) überzeugt. Auch die Möglichkeit, unterschiedliche Standby – Zeiten für das Display zu programmieren, überrascht. Zum einen kann die Beleuchtungszeit zwischen 5, 10, 15 und 20 Sekunden gewählt werden. D. h. nach 5, 10, 15 bzw. 20 Sekunden schaltet sich das Display dunkel. Dies lässt sich allerdings leider nur am PC konfigurieren. Anders die Tastentöne, die zum Glück auch am Gerät selbst ausgeschaltet werden können. Weiterhin lässt sich die LCD-Empfindlichkeit am Gerät selbst regulieren.

Insgesamt wirkt die Fernbedienung sehr hochwertig. Man sieht allerdings die Abdrücke seiner Finger. Wer es also gerne sauber möchte, der sollte die Fernbedienung mindestens einmal wöchentlich einer Reinigung unterziehen. Es sind wahrlich mehr Oberflächen, als bei einer normalen Bedienung. Ein Verkratzen konnte ich nach der relativ kurzen Testdauer noch nicht feststellen.

Stromverbrauch

Ich nutze die Fernbedienung nun ca. 2 Wochen und so langsam nähert sich die Batterie dem Ende. Täglich wird die Fernbedienung von mir ca. 3 h verwendet. Die Aufladungs-Dauer kann ich zum heutigen Zeitpunkt nicht genau beziffern, da ich diese über Nacht am ersten Tag nach Ankunft geladen hatte.

Fazit:

1. Geräte lassen sich einfach konfigurieren / allerdings PC erforderlich
2. Bedienung oftmals schwerfällig
3. Farbtasten fehlen
4. Nicht geeignet für Person mit wenig technischer Affinität
5. Preis-Leistungs-Verhältnis eher durchschnittlich, würde sie mir für den Preis eher nicht kaufen.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Hanni von den tollen und ausführlichen Testbericht bedanken.
Auch wenn sein Fazit nicht allzu positiv ausfällt, beschreibt sein Testurteil doch sehr gut, was mit der Logitech Harmony One machbar und nicht machbar ist.

One thought on “Logitech Harmony One: Zeit für ein Fazit.

  1. Als Besitzer und Nutzer mehrerer Harmonys (885, 650, 600) muss ich zwei Hinweise zum Testbericht loswerden: 1. Zum Abschalten geht man nicht über die Activities-Funktion, sondern drückt einfach auf „Power-Off“, damit werden alle im Rahmen der Activity eingeschalteten Geräte auch wieder ausgeschaltet. 2. Ist es in der Konfigurationssoftware leicht möglich, die Belegung der Softkeys umzusortieren. Damit kann man die Farbtasten auf den ersten Softkey-Screen und die weniger oft benötigten genutzten Softkeys auf den zweiten (dritten, vierten,…) Screen verschieben. Dass die One keine Farbtasten hat, ist zwar schade, kann aber so relativ komfortabel kompensiert werden.

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