Tipps und Tricks, damit Ihr richtig tapeziert. Jetzt nachlesen!

Fotolia_40082361_XS._150x150px So tapeziert Ihr richtig!

 

 

 

 

Vor allem im Winter, wenn Außenarbeiten meist unmöglich sind, wird es Zeit, sein Zuhause von innen zu verschönern. Viele von Euch nutzen die Zeit dazu, dem Wohnzimmer, der Küche oder dem Schlafzimmer durch eine neue Tapete einen optischen Akzent zu verleihen. Doch tapezieren ist nicht gleich tapezieren. Wir erklären Euch heute, worauf ihr achten müsst, damit euch das Tapezieren auf jeden Fall gelingt.

Vor dem Tapezieren:

Wenn Ihr lange etwas von Eurer Tapete haben wollt – und davon gehen wir aus – dann ist es von großer Wichtigkeit vor dem Tapezieren den Untergrund, auf dem die Tapete angebracht werden soll, genauer zu betrachten.

Im Allgemeinen gilt für die zu tapezierende Fläche: Sie sollte trocken, glatt und sauber sein; dazu trag- und saugfähig. Denn nur so ist richtiges Tapezieren auch gewährleistet.

Den Untergrund so zu präparieren, dass er trocken, glatt und sauber ist, stellt für die meisten kaum ein Problem dar. Doch woher weiß ich, ob mein Untergrund für das Tapezieren auch trag- und saugfähig genug ist? Hier zwei hilfreiche Tipps unserer Redaktion:

Tipp 1: Saugfähigkeit der Tapete

Benetzt die zu tapezierende Fläche mit etwas Wasser. Perlt es ab und zieht nicht ein, dann ist der Untergrund nicht saugfähig genug. Zieht das Wasser hingegen sofort ein, ist die Fläche für das Tapezieren bereit.

Tipp 2: Tragfähigkeit der Tapete

Nehmt ein scharfes Messer und ritzt die „alte Farbe“ an. Bringt auf die angeritzte Stelle einen Streifen Klebeband an und zieht diesen dann ruckartig ab. Falls der Klebestreifen dann Farbreste aufweist, ist das ein Zeichen dafür, dass der alte Anstrich nicht genügend halt für die neue Tapete bieten kann. In diesem Fall müsst ihr die Farbe restlos entfernen.

Das Tapezieren kann losgehen:

Wenn Ihr den Untergrund nun vorbereitet habt, kann das eigentliche Meisterwerk beginnen: Das Anbringen der Tapete.

Schritt 1: Die Tapetenbahnen zuschneiden

Hierbei ist es wichtig, dass Ihr bei den benötigten Längen der einzelnen Tapetenbahnen oben sechs und unten vier Zentimeter hinzuaddiert. Und vergesset nicht bei Tapeten mit Mustern darauf zu achten, dass die „Musterübereinstimmung“ bei den Teilstücken gegeben ist und dass auf die kniffligen Zonen wie Fenster und Türen geachtet werden muss.

Unser Tipp: Muster verwenden

Wenn Ihr ein ständig neues Abmessen der Tapetenteilstücke vermeiden wollt, dann benutzt einfach die erste zugeschnittene Tapetenbahn als Grundmuster für die weiteren Zuschnitte.

Schritt 2: Die Tapetenbahnen einkleistern

Es gilt, den richtigen Kleister für eure Tapetenart zu finden. Ihr werdet einer schönen Auswahl von verschiedenen Kleistern gegenüberstehen. Wichtig für Euch zu beachten ist dabei eigentlich nur Folgendes: Solltet Ihr Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit tapezieren – wie Küche oder Bad – dann solltet Ihr der Auswahl des Kleisters besonders großen Wert schenken, denn der Kleister muss der feuchten Luft standhalten können.

Wenn das Kleistern dann beginnt, kleistert ihr die Bahnen von der Mitte raus zu den beiden Enden hin ein. Achtet darauf, dass auch die Ränder genügend Kleister abbekommen, ansonsten droht die Gefahr, dass sich die Tapete später vom Untergrund löst. Nach dem Einkleistern solltet Ihr die Tapetenbahnen 10 bis 15 Minuten lang einweichen lassen.

Tipp 1: Einrollen der Tapete verhindern

Wenn die Tapete noch trocken ist, wird sie dazu neigen sich an den Enden einzurollen. Dem könnt Ihr entgegenwirken, indem Ihr die Ecken mit jeweils einem großen Geldstück beschwert.

Tipp 2: Die Tapete einweichen lassen

Klappt die Bahnen so zusammen, dass die Längsbahnen genau aufeinanderliegen. So trocknen die Flächen nicht aus und bieten später an der Wand weiterhin den besten Halt. Natürlich solltet Ihr darauf Acht geben nur die gekleisterten Flächen aufeinander zu legen.

Schritt 3: Die Tapetenbahnen anbringen

  1. Zeichnet mit Hilfe eines Lots und eines dünnen Bleistiftes einen exakt senkrechten Strich an die Decke über der Wand (ca. 6 cm von der Ecke entfernt). Denn dafür ist die überschüssige Länge der Tapetenbahn gedacht. Diese Linie nutzt Ihr als Markierungslinie für die Tapetenbahnen.
  2. Vor dem Anbringen solltet Ihr die Wand mit verdünntem Tapetenkleister vorstreichen.
  3. Entfaltet die Tapetenbahnen von der Markierung an nach unten an die Wand.
  4. Zum Schluss entfernt den Überstand der Tapete: Drückt erst die Tapete am oberen Ende zwischen Wand und Decke mit einem stumpfen Gegenstand an. Dann zieht Ihr die Tapete ein Stück ab und schneidet die Tapete entlang der entstandenen Markierung ab.
  5. Drückt die jetzt angepasste Tapete an die Wand und Ihr werdet feststellen, dass sie maßgenau passt. :-)

Unser Tipp:

Wenn Ihr anstatt von dicken Arbeitshandschuhen dünne Latex-Handschuhe verwendet, bleiben Eure Hände sauber und Euer Fingerspitzengefühl erhalten, wodurch Ihr präzisere Resultate erzielt.

Die restlichen Tapetenbahnen sollten nun auch kein großes Problem mehr für Euch darstellen. Nutzt die Hilfslinie und die zuerst angebrachte Tapetenbahn einfach als Ausrichtungshilfen. Dann klappt es auch mit dem Tapezieren. :-)

Viel Spaß beim Tapezieren und Verschönern Eures Zuhauses.

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