Auto- und Reifenpanne: Welche Ausrüstung sollte dabei sein?

Was für den Fall der Fälle unbedingt ins Auto gehört

Eine Autopanne kommt oft unerwartet auf dem Weg in den Urlaub, auf der Autobahn oder wenn man es gerade besonders eilig hat. Mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich die eine oder andere Autopanne allerdings selbst beheben. Die Voraussetzung dafür: die richtige Ausrüstung und gutes Werkzeug.

Der Gegner eines jeden Schraubers: Moderne Autos

Alte Autos wurden meist ab Werk mit Bordwerkzeug ausgeliefert. Hierin enthalten war das wichtigste KFZ-Werkzeug, mit dem man sich bei den meisten Pannen selbst helfen konnte. Dies war auch sinnvoll, schließlich kamen alte Autos mit vergleichsweise wenig Elektronik aus und viele Teile ließen sich mit üblichem Werkzeug wechseln. Das hat sich geändert: Für moderne Autos benötigen selbst Werkstätten mitunter Spezialwerkzeug, das teils nicht einmal frei verkäuflich ist. Eine Autopanne mit einem Neuwagen lässt sich deshalb auch mit gutem Werkzeug nicht immer beheben. Trotzdem sollte man eine Grundausrüstung stets mit sich führen.

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Gesetzlich vorgeschrieben: Was bei jeder Polizeikontrolle im Auto sein muss

Bevor man sich über gutes KFZ-Werkzeug für eine mögliche Auto- oder Reifenpanne Gedanken macht, sollte zunächst die gesetzlich vorgeschriebene Ausrüstung überprüft werden. Seit 1. Juli 2014 muss man neben einem Verbandskasten, einem Warndreieck auch eine Warnweste im Auto mitführen. Das Ersatzrad ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, macht für den Fall einer Reifenpanne auf langen Strecken aber Sinn. Zudem gehören eine Taschenlampe und Handschuhe ins Auto.

Eine Reifenpanne unterwegs beheben: Welche Ausrüstung sollte dabei sein?

Die Reifenpanne ist eine der häufigsten Autopannen. Wer ein Ersatzrad mitführt, der kann mit der passenden Ausrüstung auch unterwegs in kurzer Zeit das Rad wechseln. Dies ist auch für Anfänger nach ein wenig Übung kein Problem. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte dies zu Hause üben. Hierfür benötigt man folgende Ausrüstung:

Wagenheber

Der Wagenheber ist die Grundausrüstung für den Radwechsel bei einer Autopanne. In Modellen, die über eine Radmulde für ein Ersatzrad verfügen, wird er häufig mitgeliefert. Sonst muss man sich selbst nach passenden Radhebern umsehen. Die Auswahl dabei ist groß und vielseitig und so reicht die Preisspanne vom günstigen Flaschenwagenheber für rund 30,- Euro bis zum Rangierwagenheber für vierstellige Summen. Gute Qualität bieten Marken wie Vigor und Bahco.

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KFZ-Werkzeug

Ist der Wagen angehoben, geht es an den Radwechsel. Die Reifenpanne behebt man am schnellsten mit dem Wechsel des gesamten Rads – vorausgesetzt, es befindet sich Ersatz im Kofferraum. Hierfür wird das alte Rad einfach mit einem Drehmomentschlüssel gelöst. Diesen gibt es auch als Radmutterschlüssel. Vorteil: Die spezielle Form ist genau auf die Mulden der Radmuttern ausgelegt und erleichtert die Arbeit. Einen normalen Drehmomentschlüssel findet man hingegen in vielen Werkzeugsets, die zudem weitere wichtige Werkzeuge wie Schraubenschlüssel, Hammer und Schraubendreher für eine Autopanne enthalten. Hierfür gibt es sicher auch im Haushalt regelmäßig Verwendung, weshalb sich die Anschaffung doppelt lohnt. Wer auf eine hohe Qualität des Werkzeugs viel Wert legt, der greift am besten zur Marke Gedore. Ist das alte Rad entfernt, wird das neue nach der selben Methode mit dem Drehmomentschlüssel wieder auf der Felge montiert. Wichtig ist, dass die Drehmomente am Werkzeug richtig eingestellt sind, um einen sicheren Halt zu gewährleisten und die Gewinde nicht zu beschädigen.

Bereits mit ein wenig guter Ausrüstung lässt sich eine Autopanne also in vielen Fällen selbst beheben. Die Voraussetzung ist, dass ein passendes Ersatzrad mitgeführt wird.

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