Produkttest: Magnetischer Spänesammler von Ariana

01_Verpackung

Tester: Alexander
Schwerpunkt-Einsatzgebiet: Umbau eines Geländewagen zum Camper

Praxistest Magnetischer Spänesammler Fa. Ariana

Eigentlich hatte ich schon länger vor, mir so einen Spänehaken zu besorgen. Der eine oder andere kennt das vielleicht noch aus der Berufsausbildung oder der gewerblichen Schule!? Damit kann man lange Spänebündel aus der Drehbank oder Bohrmaschine ziehen, ohne sich zu verletzen. Dann habe ich jedoch den magnetischen Spänesammler von Ariana entdeckt, den ich im Folgenden ein wenig näher vorstellen werde.

Verpackung und Verarbeitungsqualität

Der Spänesammler kommt mit kurzer Funktionsbeschreibung im schnörkellosen Kunststoffbeutel. Das metallische Vorderteil ist mit einer übergestülpten Pappe gegen Dellen und Kratzer geschützt. Soweit alles top.

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, keine Grate oder Spritznasen am Griff. Das metallische Vorderteil besteht aus einem Rohr, in dem vorn ein Dauermagnet sitzt. Die beiliegenden Funktionshinweise verraten, dass durch Herausziehen eines orangenen Knopfes am Griffende der Magnet nach hinten im Inneren des Griffteils verschwindet und somit alle gesammelten Späne abfallen können. Dazu später mehr.

02_Erster Eindruck
Magnetischer Spänensammler im Detail

Reinigen von Werkzeug und Werkstücken

Da der Spänesammler damit beworben wird, dass er an schwer zugänglichen Stellen für Sauberkeit sorgen kann, habe ich versucht, das Werkstück und die Werkzeuge nach ihrem Gebrauch von Spänen zu befreien.

Die Späne an Bohrern, Senkern oder Drehmeißeln bleiben kaum am Spänesammler hängen. Entweder sind sie aufgrund ihrer Länge und Schnörkelform am kantigen Schneidwerkzeug verklemmt oder die Reste von Schneidöl wirken wie Klebstoff für die kleinen Späne. Das packt der Magnet wohl nicht.

Beim Reinigen von Werkstücken schaut es schon besser aus. Dort sind die Späne deutlich weniger anhaftend und der Sammler nimmt einen Großteil davon problemlos auf. Lediglich sehr kleine Späne bleiben am Werkstück zurück, vor allem dann, wenn man mit Schneidöl arbeitet.

Bei den beiden Reinigungsfällen fällt sofort störend auf, dass man sowohl am Werkzeug als auch am Werkstück regelmäßig hängen bleibt. Da alles magnetisch ist – nicht nur die Späne -, ziehen Werkzeuge, Werkstück und natürlich die Maschine selbst den magnetischen Spänesammler permanent magisch an. Ein schnell nervender Nachteil.

03_Werkstueck
Im Praxistest beim säubern eines Werstückes

Wenn man mit magnetischem Schwung unbeabsichtigt auf die Schneidkante trifft, ist es möglich, dass das Werkzeug leidet und stumpf wird. Bei Werkstücken halte ich das für nicht so schlimm, könnte aber in manchen Fällen auch störend sein. Hier könnte eine Kunststoff- oder Gummiummantelung des Metallstabes vielleicht helfen?!

Reinigen von Maschinen

Da auch die Maschinen von vorangegangenen Projekten noch voll von Spänen sind, gleich weiter zum nächsten Reinigungsfall.

Hier scheint der Spänesammler in seinem Element zu sein. Ob in der Wanne der Drehbank oder am Tisch der Standbohrmaschine – hier wird fast alles problemlos aufgenommen. Leider auch hier
manchmal nervig: Das Hängenbleiben an Maschinenteilen, da fast alles aus Stahl besteht und somit magnetisch ist.

05_Maschine
Beim säubern der Werkbank ist der Spänensammler ganz in seinem Element

Ein weiterer Vorteil über das bloße Späne Sammeln hinaus ist die Trennung von Materialen in Eisen und Nichteisen-haltige Metalle. Aus vergangenen Zeiten sind noch eine Menge Messing-, Aluminium und sogar Holz-Späne übrig. Diese bleiben völlig unbeeindruckt liegen und können dann in einem separaten Schrottkübel entsorgt werden. Sehr komfortabel!

Abstreifen der Späne

Inzwischen ist der Spänesammler vor lauter Spänen kaum noch zu erkennen und ich kann endlich diesen schicken orangenen Knopf ziehen, um wieder Platz für neue Späne zu schaffen.

Vielleicht ist es schon aufgefallen: Der Spänesammler nimmt tatsächlich nur an der Spitze die Späne auf. Also wirklich nur dort, wo auch der Magnet sitzt; nicht über die gesamte Länge. Dabei wandern alle Späne beim Ziehen des Magneten mit. Also solange, bis diese am Schutzschild des Griffes gestoppt werden und dann abfallen.

Das großzügig beworbene Schutzschild am Griffende ist für meinen Geschmack ein wenig zu klein. Je nachdem, wie groß die Späne sind, kommt es vor, dass der eine oder andere Span beim Abstreifvorgang den Weg bis zur Hand findet. Vermutlich ein Kompromiss aus Schutz und Zugänglichkeit an schwer erreichbaren Stellen…

06_Schrottkuebel

Wenn man den orangenen Knopf zieht, fallen die Späne vorbildlich ab! Und zwar rückstandslos! Weil das wirklich so super funktioniert, habe ich extra ein kleines Video gemacht.

Fazit


Der Spänesammler mag große Späne deutlich mehr als kleine Späne. Er ist vor allem dann super zu gebrauchen, wenn man große Mengen von Spänen aus Sammelwannen von Maschinen entfernen möchte. Für die Reinigung von Schneidwerkzeugen oder Werkstücken ziehe ich den klassischen Pinsel deutlich vor. Dieser haftet nicht ungewollt an Maschinen, Werkzeugen oder Werkstücken und nimmt sogar noch Schneidölreste mit. Die Qualität des Spänesammlers ist top, der Alltagsnutzen hängt jedoch stark vom Anwendungsfall ab.

Bis zum nächsten Mal.

Alexander

2 thoughts on “Produkttest: Magnetischer Spänesammler von Ariana

  1. Hallo und erst einmal vielen Dank für den Test.
    Genau so ein Produkt habe ich immer gesucht, weil es mich einfach nur nervt, wenn überall diese kleinen Holzspäne rumfliegen, an denen man noch Wochen später Spaß hat und sich diese so schön in den Händen fest setzen.
    Leider kann ich das genannte Produktvideo nicht finden, welches die Funktionsweise darstellen soll.

    Gruß,
    Marcel

  2. Zwar ein ziemliches Nischenprodukt, aber wer zu Hause über mal Metalle verarbeitet, so wie ich, der wird bestätigen können, dass so ein magnetsicher Spänesammler einfach nur Gold wert sein kann.

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